Hallo,
ich bin Stephan Löttgen. Brückenbauer. Lernender. Macher.
Ich verbinde Menschen, Systeme und Ideen. Mein Ziel ist nicht der theoretische Plan, sondern die vitale Organisation, die lebt, lernt und funktioniert.
Meine Geschichte
Der pragmatische Generalist
Wenn man mich fragt, was ich eigentlich mache, ist die Antwort selten ein einfacher Jobtitel. Ich bin ein Generalist mit einem tiefen Hang zum Detail. Mein Weg war nie linear, aber rückblickend ergibt jeder Schritt Sinn.
Vom Zimmerer zum Handelsassistenten, vom Logistikleiter zum Organisationsentwickler: Ich habe gelernt, dass wir aufhören müssen, Wissen zu horten. Wissen gewinnt erst an Wert, wenn wir es teilen, vernetzen und anwenden. Meine Rolle sehe ich darin, das Unsichtbare sichtbar zu machen: Zusammenhänge zwischen Abteilungen, unausgesprochene Potenziale in Teams und die Verbindung zwischen traditionellem Handwerk und modernster Systemtheorie.
Mein Motto ist simpel, aber effektiv: „Denke, bevor du denkst.“ Es geht darum, nicht sofort in Muster zu verfallen, sondern erst den Kontext zu verstehen.
Stommel Haus & Die Akademie: Ankommen und Gestalten
Seit November 2016 bin ich bei Stommel Haus. Was als Anstellung begann, wurde zu einer Mission.
Als ich hier anfing, arbeitete ich zunächst an der CNC-Anlage in der Abbundhalle. Doch schon im Dezember 2016 startete das Projekt „Lean“. Ich habe mich über die Feiertage in einen absoluten Hyperfokus begeben, alles über Lean Management, Paul Akers und Prozessoptimierung aufgesaugt. Gemeinsam mit Ralf Stommel gründete ich 2017 die Stommel Haus Akademie.
Mein Deal mit Ralf war klar: Wir fahren auf Sicht, wir kommunizieren auf Augenhöhe und ich brauche volle Rückendeckung. Denn ich hatte gelernt, dass echte Veränderung nur funktioniert, wenn die Führungskultur stimmt. Anfangs arbeitete ich weiter als „Springer“ in der Fertigung, um nah am Team zu sein. Heute verantworte ich als Stabsstelle die Organisationsentwicklung.
Wir bauen hier nicht nur Häuser aus Holz. Wir bauen ein System, in dem Menschen wachsen können – eine echte „Lernende Organisation“.
Mut zur Pause: Der Boxenstopp Wie ernst wir es damit meinen, zeigt unser Konzept des „Boxenstopps“. Wir haben den Mut, unser System bewusst anzuhalten, um es grundlegend zu hinterfragen. Es geht nicht darum, blind weiterzuarbeiten, sondern „die Säge zu schärfen“. Wir stellen unsere Prozesse freiwillig auf den Prüfstand, denn wer aufhört, besser werden zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein. Warum wir diesen radikalen Schritt gehen und was wir dabei lernen, habe ich hier ausführlich beschrieben: Boxenstopp in der Manufaktur: Warum wir unser System freiwillig auf den Prüfstand stellen.
Der Weg zur Praxis: Vom Handwerk zum Handel und zurück
Mein Verständnis für Führung und Systeme kommt nicht aus Büchern, sondern aus der Praxis.
Alles begann klassisch: 1994 Ausbildung zum Zimmerer, gefolgt vom Zivildienst. Doch dann zog es mich in den Handel. Bei Saturn in Köln (Hohe Straße) machte ich meine zweite Ausbildung zum Handelsassistenten. Dort lernte ich BWL, Führung und erlebte die Disruption des Einzelhandels hautnah. Parallel brachte ich mir ab 2005 nachts autodidaktisch Webdesign und Marketing bei – inspiriert von frühen Podcasts.
In den Jahren danach durchlief ich verschiedene Stationen in der Logistik, im Vertrieb und später wieder im Handwerk. Ich habe in dieser Zeit die unterschiedlichsten Unternehmenskulturen und Führungsstile kennengelernt – vom Großkonzern bis zum kleinen Mittelständler. Ich habe erlebt, wie Teams funktionieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, und welche Auswirkungen es hat, wenn sie es nicht tun.
Warum ich das erzähle? Weil diese vielfältigen Erfahrungen meinen Kompass justiert haben. Ich weiß heute genau, wie wichtig psychologische Sicherheit, Fairness und eine wertschätzende Kultur für den Erfolg eines Unternehmens sind. Genau deshalb engagiere ich mich heute so leidenschaftlich für vitale Organisationen.
Die Wurzeln: Lean & Monozukuri
„Monozukuri ist mehr als nur ‚Dinge herstellen‘. Es ist die Haltung, mit Hingabe und Streben nach Perfektion etwas zu schaffen, das Bestand hat.“
Effizienz um der Effizienz willen hat mich nie interessiert. Mich fasziniert der japanische Begriff Monozukuri. Er beschreibt die Kunst des „Dinge-Machens“ – die Verschmelzung von technischer Präzision und menschlichem Spirit.
Ich nutze dieses Wissen heute, um Brücken zu schlagen. Ich vernetze Kybernetik, Systemtheorie und praktische Handwerkskunst. Es geht mir darum, komplexe Systeme so zu gestalten, dass sie dem Menschen dienen und nicht umgekehrt.
Thinking Connecting the Dots
In meinem Podcast und meinem Netzwerk bringe ich Welten zusammen. Ich sehe mich als Übersetzer: Ich nehme komplexe Theorien und breche sie auf das Wesentliche herunter, damit wir sie morgen im Unternehmen anwenden können. Das ist meine „Verbesserungswelt“ – jeden Tag ein kleines Stück schlauer werden.
Verantwortung übernehmen
Wer gestalten will, darf nicht nur am Rand stehen. Deshalb engagiere ich mich politisch in der Regional- und Kommunalpolitik. Auch hier gilt: Zuhören, Zusammenhänge verstehen und pragmatische Lösungen finden.
Werdegang (Timeline)
2016 – Heute: Stommel Haus / Akademie Start als Zimmerer an der CNC-Maschine. Gründung der Stommel Haus Akademie (2017). Verantwortung für Organisationsentwicklung, KVP und Kulturwandel.
2013 – 2016: Rückkehr ins Handwerk Tätigkeit als Zimmerer. Vertiefung der praktischen Handwerkskompetenz und Baustellenerfahrung.
2008 – 2012: Führungserfahrung in Handel & Logistik Verantwortung für Service, Lager und Logistikprozesse in verschiedenen Handelsunternehmen. Erfahrungen mit unterschiedlichen Betriebsgrößen und Organisationsstrukturen.
1997 – 2008: Saturn Köln (Hohe Straße) Ausbildung zum Handelsassistenten (IHK). Tiefe Einblicke in BWL, Personalwesen und High-Speed-Retail.
2005 – 2008: Autodidakt & Pionier Nebenberuflicher Einstieg in Webdesign, Marketingberatung für KMUs und intensive Weiterbildung durch frühe Podcasts (Psychologie, NLP).
1994 – 1997: Das Fundament Ausbildung zum Zimmerer. Zivildienst in der Krankenhausschreinerei.
