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lernen-denken-handeln…

Mein Name ist Stephan Löttgen, 1977 geboren und ich lebe im Bergischen Land nahe Köln. Mein Vater war zu Lebzeiten ein Schreiner und Metallbauer, da hat es meinen drei Jahre jüngeren Bruder und mich auch zum Holzhandwerk gezogen. Nach der Schule, habe ich eine Ausbildung zum Zimmerer gemacht und mit großer Begeisterung Fachwerkhäuser und Dachstühle gebaut. Zum Ende des ersten Gesellenjahres, hat mich ein Sparren der länge nach umgeschlagen und dabei meine Schulter schwer verletzt. Ich kann Dich beruhigen, die Schulter ist in Zwischen wieder in Ordnung. Was es damit auf sich hat – eine andere Geschichte. Das war, zu dem Zeitpunkt, jedenfalls der Grund weshalb ich mich, erst einmal nach meiner zweiten Liebe umgeschaut habe: Der Kommunikation mit anderen Menschen.

Das hat mich gut 10 Jahre nach Köln verschlagen, wo ich beim Pionier und Trendsetter der Elektrohandels-Branche Saturn den Handel mit IT und Bürotechnik auf höchstem Niveau und zweitem Bildungsweg zum Handelsassistenten – kurz Kaufmann erlernte. Ich habe berufsbedingt schnell den Umgang mit PC, Macintosh und Co. gelernt und mich zunehmend auch mit Software beschäftigt. Neben Bildbearbeitung und Netzwerk, entwickelte ich eine Leidenschaft für Webseiten. Ich musste mir alles selbst anlesen, durch den Austausch mit Kollegen und durch „machen“ lernen, wie man die Technik richtig einsetzt. So startete ich 2004 in die Nebenselbstständigkeit als „Webdesigner“. Kleine Aufträge und viele kleine private Projekte. Köln ist als Stadt eine sehr gute „Schule“. Dort lernte ich außerdem meine Frau kennen und wir zogen es vor, Ende 2006 wieder aufs Land in die alte Heimat zu ziehen, was mich zur Firma Teileland nach Waldbröl brachte, bei der ich einem alten Bekannten als Marketing Verantwortlicher die Firmenidentität entwickelte und einen Vertriebsleiter aufgebaut habe. Ende 2008 kam meine Tochter zur Welt, was ich als Anlass sah, beruflich etwas auf die Bremse zu treten. Ich habe mich als Leiter des Kundenservice im örtlichen Expert Elektromarkt mit Kunden beschäftigt. Was meine „Work-Life-Balance“ damals um ca. 5 Stunden entspannte. Unzufriedene Kunden sind am dankbarsten, wenn man Ihre Probleme löst. Das habe ich mit Hingabe getan und fand es bemerkenswert, das ich zu dieser Zeit mehr Stammkunden generiert habe, als manch ein Verkäufer auf der „Fläche“. Da ich dort auch für Lager und Logistik verantwortlich war, kam nach der Geburt meines Sohnes die Firma Teileland wieder auf mich zu und bat mich die Logistik im Teileland zu optimieren. Das hörte sich prima an und das Thema KVP reizte mich schon vorher. Da ich seit 2004 begeisterter Hörer der Podcast-Reihe „Das Abenteuer Leben“ bin, hatte ich auch schon einiges an Input zum diesen Themen. So hatte ich erste Erfahrungen mit Verbesserungen, Change-Management und den damit verbundenen zwischenmenschlichen Hürden, welche mich bei Teileland letztendlich zu Fall brachten.

Ich hatte maßgeblich die Lust an der Arbeit verloren und es bedurfte einer Maßnahme, die man als Windows Nutzer gut kennt: strg + alt + entf

Kaltstart – Berufliche Neuausrichtung und sich auf das besinnen, was einem Freude bereitet. Nur so bekommt das Leben und besonders die Arbeit wieder einen motivierenden Sinn. Mein Schwiegervater, Dachdeckermeister im Ruhestand, klopfte mir beruhigend auf die Schulter und sagte: Junge, Du hast doch auch einen „richtigen Beruf“ gelernt.

Ich habe mich 2013 bei diversen Zimmerei Betrieben beworben, in der Hoffnung, noch mal eine Chance in dem von mir so geliebten Beruf zu bekommen. Ich habe diese Chance tatsächlich bekommen und nach drei Jahren in einer klassischen Zimmerei, bewarb ich mich bei Ralf Stommel als Maschinenführer im Familienbetrieb der Stommel Haus GmbH. Der erste Mensch, der meinen Lebenslauf mit den Worten „da ist ja alles bei, was wir hier gebrauchen können“ wertete. Ich war sehr überrascht und gleichzeitig beeindruckt. Ein Jahr später und mit der Einführung des „Lean-Management-Gedanken“ bei Stommel Haus, bin ich sehr zufrieden und sehr motiviert.

Ich bin Stephan Löttgen, gelernter Zimmerer und Kaufmann. Als „Leader of Lean Development“ bin ich Teil der Firma Stommel Haus in Neunkirchen-Seelscheid. Dort navigiere, moderiere und coache ich beim kontinuierlichen Aufbau und der Leitung der Stommel Haus Akademie, meine Kollegen beim kontinuierlichen Wandel in eine evolutionäre Organisation. Der Fokus liegt dabei auf Wertschöpfung, Respekt, Ganzheit, Sinnhaftigkeit und dem Wunsch: die besten Holzhäuser zu bauen, die es gibt.

Ausserdem bin ich leidenschaftlicher Trailrunner, wobei ich auch gerne schon mal auf Asphalt laufe. Abwechslung ist eben alles, aus diesem Grund treibe ich auch noch verschiedene Ausgleichssportarten. Egal, ob Schwimmen, Radfahren, Skaten oder einfach nur Gymnastik, wichtig ist einfach die Bewegung. Ich habe festgestellt, dass ich im Leben schon viel zu oft keine Rücksicht auf meine Gesundheit genommen habe. Ich will damit nicht sagen, dass man seinem Körper und der Gesundheit nichts zutrauen sollte. Aber man muss seinen Körper und die Seele darin pflegen und hegen, wie es viele eher mit Ihrem Auto oder Haus machen. Ich habe für mich entdeckt, dass es mir gut tut zu laufen und mich gesund zu ernähren. Ich bin leidenschaftlicher Autodidakt und liebe es mich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das Leben hat so viele Überraschungen für einen bereit, man muss diese halt nur erleben wollen.

Stephan Löttgen