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Wie kommt das „Salz“ in die Suppe, aus so vielen Ratgebern?

Wer mich ein wenig kennt, oder mir im Netz folgt, dem ist meine Leidenschaft für Bücher sicher bewusst. Ich lese und höre sehr gerne Bücher (Audiobücher), speziell Fachbücher oder Erfahrungsberichte. Eine gute Möglichkeit, um autodidaktisch zu lernen. Natürlich reicht es nicht aus, diese Bücher einfach nur zu lesen. Ich versuche die Informationen dann zu nutzen, wenn sie in den Alltag passen. Dazu benötige ich jedoch einen groben Überblick. Meist, wenn ich ein Buch das erste Mal in der Hand halte, lese ich den Inhalt „quer“. Soll heißen, ich lese die Namen der Kapitel und schaue, was mich besonders interessiert. Dann freut es mich immer sehr, wenn am Kapitel-Ende eine Zusammenfassung zu finden ist. Nicht selten reicht diese für den groben Überblick. Interessiert mich ein Thema ganz besonders, lese ich das Kapitel direkt und mache mir Notizen. Diese Notizen sind als „Anker“ wichtig, da ich sie später für die Suche nutze. Entweder notiere ich dann nur die Seitenzahl und die Zeilenzahl, oder ich mache zusätzlich noch einen Klebe-Marker in das Buch. Die Klebe-Marker sind eine große Hilfe, wenn ich die Notizen gerade nicht zur Hand habe. Ich habe einen Prozess für mich entwickelt, wie ich diese Bücher durcharbeiten kann. Immer mit dem Ziel, nur die Informationen aufzugreifen, die ich in dem Moment sinnvoll nutzen kann. Was hätte ich zu meiner Schulzeit für einen solchen Prozess und die Freiheit gegeben, einfach das zu lernen, was mich wirklich interessiert.

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Jetzt gibt es allerdings auch Bücher, da lese ich den ersten Satz und „Zack“ bin ich in den Kaninchenbau gefallen. Keine Chance das Buch wieder weg zu legen. Einerseits schön, andererseits auch stressig, da ich dann immer vergesse zu Markieren und zu Notieren. Es liest sich einfach so gut, dass heißt dann achtsam sein und zusammenreißen. Natürlich gibt es auch Bücher, die ich nach 20 Seiten wieder weg lege. Meistens passt der Inhalt nicht, oder ich finde keinen richtigen Zugang zum Thema. Kommt nicht oft vor, jedoch wenn, dann bin ich sehr konsequent. Ein Buch, dass mich nicht erreicht, muss warten. Nicht selten, greife ich das Buch im Bedarfsfall nochmal auf und lese dann tatsächlich noch Mal alle interessanten Stellen und finde dann noch viele weitere Punkte. Diese regelmäßige Beschäftigung mit den Büchern ist einprägsamer, als einmal „nur“ durchzulesen.

Wie kommt jetzt das Salz in die Suppe?! Um die Frage zu beantworten, bedarf es der Klärung, was in diesem Zusammenhang, genau die Suppe und was das Salz ist? Zur Suppe gelangen wir durch ein Rezept, dass in meinem Fall wie folgt aussieht: Man nehme zwei bis drei Bücher, die eine Thematische Schnittmenge zum Problem haben. Jetzt gilt es die brauchbaren Inhalte heraus zu nehmen und auszuprobieren, was davon tatsächlich umsetzbar ist. Die daraus gesammelten Erfahrungen, kann man jetzt wiederum, als Salz in das Rezept einfließen lassen. Natürlich kann man eine Suppe versalzen, daher ist Achtsamkeit und Reflexion ausgesprochen wichtig. Das Salz macht den Unterschied aus und kann gleichzeitig alles verderben. Es gilt also die jeweiligen Entscheidungen sehr gut zu bedenken und Veränderungen als das anzukündigen, was sie sind: Ein Experiment, wie jede andere Suppe auch, bis sie gekostet und für lecker befunden wurde.

Danke für die Aufmerksamkeit und viel Spaß beim nachkochen…😉

Lars Vollmer über Chefs…

Ein sehr schöner Beitrag, der die Sichtweise untermauert, mit der ich regelmäßig erfolgreiche Führungskräfte erlebe.

Der wohl am stärksten gestörte Erfolgsfaktor in deutschen Unternehmen ist: Vertrauen. Die Industrialisierung hat dazu einen großen Beitrag geleistet. Der von Lars beschriebene Weg des „positiven Menschenbildes“ oder einfach Vertrauen genannt, bietet eine Möglichkeit aus dieser Zwickmühle zu gelangen. Es ist sicher nicht einfach und verlangt neben viel Mut, vor allem eines: Vertrauen.

Viel Vergnügen mit dem Video.

Gute Zusammenarbeit: Meine Erfahrungen

Stimmt, wir sollten erst klären, was ich unter guter Zusammenarbeit verstehe. Das ist ja nicht immer direkt klar, wenn sich mehrere Menschen darüber unterhalten. Ich denke, dass liegt an der individuellen Sicht auf das was man selbst von Zusammenarbeit erwartet. Der Eine besteht auf reibungslosen Ablauf in der Projekt-Arbeit und der Andere erfreut sich an einem produktiven Streitgespräch. Es hängt nicht selten davon ab, was die Führungskräfte an Zielen ausgeben, bzw. was der Kunde an Erwartungen stellt.

Mit der Sicht des Kunden auf unsere Arbeit, kommen wir meiner Definition von guter Zusammenarbeit ein großes Stück näher. Wenn nicht er, der Nutzer unseres Angebotes, wer sonst hat Anspruch auf gute und Interesse an guter Zusammenarbeit?! Er zahlt letztendlich dafür, dass wir gut zusammenarbeiten. Also was, ist dann jetzt in seinem Sinne?

„Das, was wir tun, darf nicht „für die Katz“ sein, also nutzlos.“ So oder so ähnlich, erklärte mir Mari Furukawa-Caspary Mal in einem Gespräch, was man bei Toyota meint, wenn man von „Muda“ spricht. Der Begriff, der weit verbreitet, mit Verschwendung übersetzt wird. Was schon ein gewisser Unterschied ist. Wenn ich jetzt im Bezug auf ein Streitgespräch oder einer Diskussion von Verschwendung spreche, ist das nicht richtig. Aus meiner Perspektive kann ein Streit und auch eine Diskussion zu einer notwendigen Weiterentwicklung beitragen. Das ist nicht garantiert, jedoch oft der Fall. Wie oft hören wir Sätze, wie: „Jetzt hört Mal auf zu palavern, wir müssen Heute noch fertig werden!“

Das ist, in der Regel, kein Ansporn um schneller die Arbeit fertig zu bekommen, sondern um der unangenehmen Diskussion aus dem Weg zu gehen. Lieber einen weiteren Fehler in Kauf nehmen, oder riskieren, dass das Gegenüber doch nicht eingesehen hat, als weiter in einen Streit zu investieren. Womit ich nicht sagen will, dass gute Zusammenarbeit aus gesundem Streit besteht, jedoch zum Teil aus der Fähigkeit gemeinsam erfolgreich Dinge zu erstreiten. In Sachen Diskussion, ist Beharrlichkeit, Respekt und im Bedarfsfall etwas Abstand gut, um eine richtige Entscheidung zu treffen. Man muss die Diskussion nicht von Anfang bis Ende im Eiltempo durchziehen, jedoch grundsätzlich ein gemeinsames Ende finden. Also eines, womit alle Beteiligten, eben auch der Kunde, am Ende zufrieden sind. Vielleicht geht da auch schon Mal jemand emotional „an die Decke“, wenn gestritten wird. Das zu reduzieren und respektvoll und umsichtig zu streiten, dass kann man trainieren. Dazu muss jedoch Gelegenheit sein. Wer also in der Verantwortung steht, sollte einen Streit besser moderieren, als ihn zu unterbinden. Wie man auch aus anderen Bereichen des Lebens weiß, staut sich das auf und führt zu unnötigem Druck. Also besser diskutieren statt „explodieren“…

Gut zu streiten, zu diskutieren und sich zu einigen, bedarf einer gewissen Übung. Auch gute Rahmenbedingungen, wie Prinzipien miteinander sind wichtige Bausteine. Hier einige Beispiele:

Habe Respekt vor Deinem Gegenüber. Immer!

Wir lassen uns grundsätzlich ausreden. Hebe die Hand, wenn Du etwas sagen möchtest.

Wir sprechen miteinander und nicht übereinander.

Diese Prinzipien tragen wir wie das Grundgesetz durch den Alltag. Jeder weiß, dass es zu verteidigen gilt, damit wir offen und ehrlich zusammenarbeiten können. Entscheidend bei solchen Prinzipien ist, dass sie gemeinsam beschlossen werden und dem Schutz aller Beteiligten dienen. Natürlich wurden diese und noch viele andere Prinzipien vorgeschlagen, jedoch werden sie bei Bedarf auch angepasst. Sie sind offizielle Prinzipien, damit sie ihrer Aufgabe gerecht werden können: Ein Schutzraum für gute und offene Kommunikation zu bilden. Durch ein tägliches Training von guter Kommunikation in einem Morgentreffen aller Mitarbeiter, steigern wir die Wertschöpfung und vermeiden, dass wir unnötigen Aufwand betreiben. Auch, weil wir Diskussionen bis zur Einigkeit, bzw. Entscheidung bringen. Ein Abbruch, um Zeit zu sparen, wiederspricht sich selbst. Nimmt man die Zeit aller weiteren Fehler, aller Kosten die durch das Verschleppen zustande kommen, steht das in keinem Verhältnis. Die Fähigkeit gut zu Kommunizieren, zu Diskutieren und zu streiten, kosten Geduld, Mut, Nerven und eben Zeit. Ohne die, geht es einfach nicht.

„Was genau können wir also verändern und worauf genau müssen wir achten?“ Diese Frage wurde mir schon öfter gestellt. Die Antwort ist: Achtsamkeit. Achtet auf mögliche Alternativen und seit bereit zur Veränderung, jedoch nicht um jeden Preis. Veränderung muss einem Zweck dienen, der alle Beteiligten einer Unternehmung zufrieden stellt. Den Unternehmer, den Mitarbeiter und ganz besonders den Kunden. Mindestens genau so notwendig, ist es auf alle Beteiligten zu achten. Wer die Mitarbeiter aus den Augen verliert, wird handlungsunfähig, wer die Führung aus dem Auge verliert, auch. Ganz besonders tragisch wird es jedoch, wenn Unternehmer und Mitarbeiter den Kunden aus den Augen und aus dem Sinn verlieren. Vielmehr ein Bild von einem Kunden kultivieren, dass dem Unternehmen dient, jedoch dem Kunden selbst nicht. Es gibt auch Unternehmer, die sich selbst als ausgesprochen Kundenorientiert betrachten, jedoch den Mitarbeitern keinerlei Möglichkeit geben, selbst die Kunden kennen zu lernen. Dort reicht es, wenn der „Kapitän“ das Ziel kennt. Was natürlich völlig überholt ist, da Mitarbeiter nur am gemeinsamen Weiterentwicklungs-Prozess teilnehmen können, wenn sie die Ursachen für die Weiterentwicklung auch wahrnehmen können. Wie sagte man mir früher immer: „Wenn jemand sagt, spring aus dem Fenster! Dann tust Du das ja auch nicht, nur weil er das gesagt hat!?“

In der Summe kann ich Dir empfehlen, Dich selbst täglich zu Hinterfragen. Zuzuhören, wenn Dir jemand eine Rückmeldung gibt. Lebe selbst vor, was Du verändern möchtest. Kommuniziere offen, respektvoll und konzentriert. Fehler in der verbalen und non-verbalen Kommunikation sind meist Langzeitschäden, die es zu reparieren, viel Zeit und Aufwand kostet. Sei selbst die bessere Version dessen, dass Du von anderen erwartest zu sein. Nur vergiss nicht, wir sind alle nur Menschen! Nimm bitte nicht alles wörtlich und suche die Fehlerursache im Rahmenwerk/ im System und nicht beim Menschen. Nutze Dein Wissen und Deine Erfahrungen, um andere Menschen wachsen zu lassen. Nimm Dich selbst nicht zu wichtig und erwarte von anderen keine Quantensprünge. Weil eines wirklich fest steht:“Das Gras wächst nicht schneller, nur weil Du daran ziehst!“

Danke für die Aufmerksamkeit!

#Zusammenarbeit #Kommunikation #Unternehmensentwicklung #Rahmenwerk #Team #Erfahrungen #Fehler #Führung #Stommelhaus #stephanloettgen

Wonach suchen wir eigentlich?!

Wäre es unwirtschaftlich, wenn Organisationen statt nach Akademikern, gezielt nach Quereinsteigern ohne Branchenkenntniss suchen? Um sie dabei zu begleiten und „herauszufördern“, wie sie eine Stelle innovativ umgestalten und echte Innovation finden?

“Es macht keinen Sinn, kluge Köpfe einzustellen und ihnen dann zu sagen, was sie zu tun haben. Wir stellen kluge Köpfe ein, damit sie uns sagen, was wir tun können.“

Steve Jobs, Gründer von Apple Inc., im Jahr 1996

Das Heute immernoch regelmäßig mit Beifall bedachte Zitat von Steve Jobs, ist nach meiner Ansicht in die Jahre gekommen. Unternehmen sollten „Keimlinge“ setzten und keine „vorgezogenen Jung-Pflanzen“. Wer unvorbereitet mit Probleme konfrontiert wird, der entscheidend und lernt anders. Um schnelle Weiterentwicklung zu ermöglichen, mit dem Risiko zu Scheitern… Hmmm, ginge wohl nur mit „doppeltem Boden“, also einem Akademiker/Coach/Trainer an der Seite des Quereinsteigers? Würde natürlich die Innovation ausbremsen, dafür einen Prozess der Weiterentwicklung des Akademikers beschleunigen. Gut, die „Reibung“ zwischen den Beiden ist sicher für das Unternehmen nur bedingt wirtschaftlich… Da frage ich mich, im Anbetracht von Innovationsdruck, wie tief in den vorhandenen Struckturen unserer Organisationen die Bereitschaft für Veränderung angesetzt werden darf?! Vielleicht ist das ähnlich wie bei einem Computer, wo man das BIOS besser nicht löscht. Oder auch bei Menschen, die ihr Gedächtnis verlieren. Sie wissen trotz Verlust weiterhin, wie man atmen, essen und trinken kann. Das Überleben ist also gesichert.

Wird das BIOS gelöscht, ist die Hauptplatine nicht mehr funktionstüchtig.

Was können Organisationen riskieren? Anders gefragt, wie riskant ist es einfach ohne eine gezielte Veränderung weiter zu machen? Dort, wo der Taylorismus gerade die Organisation blockiert, wird gegen massive Wiederstände in allen Organisationsebenen gearbeitet. Der Aufwand ist enorm und nicht selten ohne wirkliche Veränderung. Zuviel wurde über Jahre hinweg in Beton gegossen. Flexibel, wie ein Militärbunker, der vor externen Angriffen schützen soll. Nur das die Erbauer nicht bedacht haben, dass es ein Virus geben könnte, der im Inneren des Bunkers die Insassen angreift. Der wie ein Trojanisches Pferd schon im Lebensmittel vorrat gewartet hat. Nicht um die Organisation zu zerstören, sondern um zu überleben. Der „Virus“ vergleichbar mit dem Business-Theater in vielen Unternehmen, dient dem Selbstzweck. Der Kunde Spiel in diesem Zusammenhang keine Rolle. Wie weit sind Organisationen in der Lage über ihren eigenen Horizont hinaus zu blicken? Das was ihnen aktuell das Leben schwer macht, ist nicht die „Konkurrenz“. Die haben mit sich selbst genug zu kämpfen, es ist das „große Ganze“. Von dem jede Organisation ein Teil ist, wie auch die Mitarbeiter ein Teil der Organisation und gleichzeitig des „großen Ganzen“ sind. In unterschiedlichen Systemen. Stellt sich die Frage, was ist dieses „große Ganze“?

Auch der Garten ist Teil des „großen Ganzen“

Möglicherweise die Umwelt in der wir alle Leben, die einfach keine Grenzen hat. Zumindest keine, die wir Menschen uns vorstellen können. In den letzten hundert Jahren, war das auch für die wenigsten notwendig. Besonders im Bezug auf ein Unternehmen. Dort waren der Markt und die Mitbewerber von Relevanz, was sich in dramatischer Weise geändert hat. In einem Garten, dessen evolotionäres Gedächtnis weit über die letzten zwei Jahrtausend hinaus besteht, wird schon immer das „große Ganze“ berücksichtigt. Okay, auch hier ist in den letzten zweihundert Jahren mit Monokulturen, künstlichem Düngemittel und ähnlichem Quatsch einiges auf die schiefe Bahn geraten. Als ich meine Frau bei der Planung unseres eigenen Gartens unterstützen durfte, wurden mir die Parallelen zwischen Garten und Organisation immer bewusster. Inspiriert davon begab ich mich auf die Suche nach anderen Menschen, die sowas denken. Ein Artikel von Dr.in Monika Kerbl, die genau diese Beobachtung beschreibt. Sie wiederum verweist auf das Buch „In den Gärten des Managements“ von Matthias Noellke. Ich habe das Buch selbst nicht gelesen, halte ich mir jedoch gerne offen. Worauf ich eigentlich hinaus möchte, ist die Komplexität im Garten, die immer vergleichbarer mit der von Organisationen ist. Möglicherweise der „Garten des Managements“, bei mir eher ein „Garten der ganzheitlichen Führung“ oder so ähnlich. In jedem Fall spannend, wenn die Lenker der Organisationen sich diesbezüglich eher wie ein Gärtner verhalten.

Also, wonach suchen wir eigentlich?! Nach dem Akademiker, dem Gärtner oder dem Setzling?

Ich freue mich auf Feedback zu diesem Beitrag!

Star Wars oder StarTrek?

Ich beschäftige mich gerne mit Utopien, da ich glaube, dass wir von der Vergangenheit nichts neues lernen. Was natürlich nicht bedeutet,dass uns die gemachten Erfahrungen hervorragende Entscheidungsgrundlagen bieten. Um es deutlich zu machen, eine Utopie ist gewollt fiktiv, damit man vollständig unabhängig von der Gegenwart, einen „neuen Entwurf“ skizzieren kann. Keine perfekt durchdachte Lösung, kein Plan. Warum kein Plan?! Bislang wurde und wird auch aktuell noch das Meiste geplant. Doch genau darin sehe ich eine der massiven Schwachstellen in unserer aktuellen Gesellschaft, noch viel krassere Auswirkungen hat die Planung auf unsere Wirtschaft. Warum? Da kaum noch einer der Pläne aufgeht! Warum das? Möglicherweise, da sich die Geschwindigkeit unserer „Zwischenmenschlichkeit“ massiv gesteigert hat. Unsere Gesellschaft wird vom technischen Fortschritt sehr gut trainiert. Sehr viele Menschen auf dieser Erde sind in den letzten 20 Jahren zu skrupellosen Entscheidern, Hardcore-Konsumenten der Marke „Geiz ist Geil“ und Kommunikations-Zombies mutiert. Ein gutes Beispiele dafür, ist die anhaltende Diskussionen über einfach alles. Eine Zeit lang war ich der Überzeugung, dass ein Notstand zu mutigen Lösungsversuchen führt. Betrachtet man die Klimakriese, die seit ca. 30 Jahren bekannt ist, wird man masslos enttäuscht. Die Debatten und das Abwiegen von Fakten und Maßnahmen nimmt kein Ende. Bevor Irgendwer die Klimakriese abwendet, „diskutieren wir uns lieber tot“. Eines der absoluten Totschlag-Argumente ist: Wir haben das mal durchgeplant, dass wird nicht funktionieren! Klar, es gibt immer die Interessen von Investoren, die sehr egoistisch ihre Gewinnsteigerung fixieren. Nur, wie kann jemand etwas durchplanen, in einer Zeit, in der ein einziger YouTube-Beitrag von einem vorher politisch nicht stattfindenden Musiker, einige unserer Volksparteien „zerstört“?! Aber das ist ja nur eines der vielen Themen, bei dem wir in der Illusion festhängen, alles zu wissen und alles bedacht zu haben. Was wir nach meiner Überzeugung nicht können, da die Zukunft einfach zu viele Variablen hat. Zuviele Zufälle die kein Mensch und schon garkein Computer berechnen kann. Wobei wir uns zunehmend auf diese Berechnungen verlassen. Da Berechungen ein Gefühl von Zuverlässigkeit geben. Also wird konsequent alles abgelehnt, was sich nicht berechnen läßt. Es führt in vielen Regionen dieser Welt zu einem politischen Umdenken, dass positive, wie negative Auswirkungen haben wird. Bleibt es doch das Ziel der Allgemeinheit, in Frieden und glücklich zusammen zu leben. Das alleine, ist wiederum anderen Institutionen nicht genug. Denn schon seit tausenden von Jahren ist bekannt, dass man mit Angst sehr viel Macht ausüben kann. Dieser Umstand hat schon zu sehr viel Leid geführt und bedarf, von Generation zu Generation, viel Kraft um gestärkt aus der Angst zu wachsen. Was uns am Ende bleibt, ist die gemeinsame Anwesenheit auf diesem Planeten. Was wir daraus machen? Das wiederum ist eine Frage der Kommunikation und der Art, wie wir mit Ungewissheit, Angst und der Aufgabenteilung umgehen. Ganz besonders jedoch, wie wir miteinander umgehen und einander vertrauen.

Die beiden ersten „Utopien“, die mir in meinem Leben begegnet sind, waren erst die Serie StarTrek im Fernsehn der 80ziger Jahre und später Star Wars im Kino. Sinence Fiction ist leider auch keine reine Utopie, da dort meist von der Gegenwart ausgegangen wird. Doch kommt es einer unabhängigen Utopie schon sehr nahe. Was ist der Unterschied zwischen Star Trek und Star Wars? Na, der Titel sagt doch schon alles! Wollen wir „wandern“ oder „kämpfen“?! Da sollten wir tiefgehend drüber nachdenken, wenn wir täglich handeln. Zu wanden, bedeutet für mich, dass ich etwas neues entdecken kann. Das man gemeinsam eine Weg beschreiten will und auch bereit ist darüber offen und ehrlich zu sprechen. Letzteres würde mir persöhnlich die Angst vor vielen Dingen nehmen. Da wir leider aktuell noch sehr viel besser im Kämpfen konditioniert sind, steuern wir eher auf Star Wars zu.

Die Ursachen sind so vielschichtig, wie guter Baumkuchen. Ich bin Müde diese von allen Seiten zu betrachten und zu diskutieren, was notwendig war und was nicht. Das hilft uns zukünftig auch nicht direkt weiter. Was mich jedoch interessiert, ist die Frage nach dem: Loslassen. Warum zögern wir loszulassen? Hat das mit der Entwicklung der letzten dreißig Jahre zu tun? Sind wir zu sehr an Sicherheit und Kalkulation gewöhnt, als das wir einfach mal machen?! Ich werde es aufmerksam verfolgen und bin gespannt, was uns die Zukunft bringt. Das es mitunter sehr positiv ausfalle könnte und vielleicht doch aus den „Kriegern“ eine neugierige „Pfadfindertruppe“ werden kann, dass versuchen die Mitarbeiter der Stiftung „FuturZwei“ sichtbar zu machen.

Viel Vergnügen beim Träumen und stöbern: www.futurzwei.de

#gesehen: CURSE – WAFFEN – Der Film

Gelegentlich fragen Menschen mich, was mich geprägt hat? Bis vor zwei Jahren, war ich mir darüber garnicht bewußt. Einfach, weil ich die Parallelen nicht erkannt habe. In der Welt der Arbeitenden, ging es lange um „Wer zu erst kommt, malt zuerst.“, „Wissen ist Macht“, „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. In meiner Parallelwelt, da ging es um „Community“, „Networking“, „Each one teach one“, „Skills“ und „Respect“. Die „Hip Hop Kultur“ ist eben auch nur eine Kultur… 😉 Ich folge Michael Kurth, vielen bekannt als Curse, schon seit etwas mehr als zwanzig Jahren. Ich besitze alle seine Alben und habe schon oft die Ehre gehabt, in seinem Beisein, richtig Spaß zu haben. Seine Konzerte sind echt einzigartig! Seine Texte waren immer schon tiefgründig. Nun hat er mich mit einem sehr wertvollen Filmbeitrag, wiedermal tief im Herzen berührt. Ich empfehle einen Blick über den Tellerrand und eine Geschichte die weit über den Hip Hop hinaus geht. Persönlichkeit entwickelt sich, wie ein Baum wächst. Es kommt immer darauf an, wo man sie hin pflanzt…

Viel Vergnügen!

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© 2022 Stephan Löttgen

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