Schlagwort: Führung

Wonach suchen wir eigentlich?!

Wäre es unwirtschaftlich, wenn Organisationen statt nach Akademikern, gezielt nach Quereinsteigern ohne Branchenkenntniss suchen? Um sie dabei zu begleiten und „herauszufördern“, wie sie eine Stelle innovativ umgestalten und echte Innovation finden?

“Es macht keinen Sinn, kluge Köpfe einzustellen und ihnen dann zu sagen, was sie zu tun haben. Wir stellen kluge Köpfe ein, damit sie uns sagen, was wir tun können.“

Steve Jobs, Gründer von Apple Inc., im Jahr 1996

Das Heute immernoch regelmäßig mit Beifall bedachte Zitat von Steve Jobs, ist nach meiner Ansicht in die Jahre gekommen. Unternehmen sollten „Keimlinge“ setzten und keine „vorgezogenen Jung-Pflanzen“. Wer unvorbereitet mit Probleme konfrontiert wird, der entscheidend und lernt anders. Um schnelle Weiterentwicklung zu ermöglichen, mit dem Risiko zu Scheitern… Hmmm, ginge wohl nur mit „doppeltem Boden“, also einem Akademiker/Coach/Trainer an der Seite des Quereinsteigers? Würde natürlich die Innovation ausbremsen, dafür einen Prozess der Weiterentwicklung des Akademikers beschleunigen. Gut, die „Reibung“ zwischen den Beiden ist sicher für das Unternehmen nur bedingt wirtschaftlich… Da frage ich mich, im Anbetracht von Innovationsdruck, wie tief in den vorhandenen Struckturen unserer Organisationen die Bereitschaft für Veränderung angesetzt werden darf?! Vielleicht ist das ähnlich wie bei einem Computer, wo man das BIOS besser nicht löscht. Oder auch bei Menschen, die ihr Gedächtnis verlieren. Sie wissen trotz Verlust weiterhin, wie man atmen, essen und trinken kann. Das Überleben ist also gesichert.

Wird das BIOS gelöscht, ist die Hauptplatine nicht mehr funktionstüchtig.

Was können Organisationen riskieren? Anders gefragt, wie riskant ist es einfach ohne eine gezielte Veränderung weiter zu machen? Dort, wo der Taylorismus gerade die Organisation blockiert, wird gegen massive Wiederstände in allen Organisationsebenen gearbeitet. Der Aufwand ist enorm und nicht selten ohne wirkliche Veränderung. Zuviel wurde über Jahre hinweg in Beton gegossen. Flexibel, wie ein Militärbunker, der vor externen Angriffen schützen soll. Nur das die Erbauer nicht bedacht haben, dass es ein Virus geben könnte, der im Inneren des Bunkers die Insassen angreift. Der wie ein Trojanisches Pferd schon im Lebensmittel vorrat gewartet hat. Nicht um die Organisation zu zerstören, sondern um zu überleben. Der „Virus“ vergleichbar mit dem Business-Theater in vielen Unternehmen, dient dem Selbstzweck. Der Kunde Spiel in diesem Zusammenhang keine Rolle. Wie weit sind Organisationen in der Lage über ihren eigenen Horizont hinaus zu blicken? Das was ihnen aktuell das Leben schwer macht, ist nicht die „Konkurrenz“. Die haben mit sich selbst genug zu kämpfen, es ist das „große Ganze“. Von dem jede Organisation ein Teil ist, wie auch die Mitarbeiter ein Teil der Organisation und gleichzeitig des „großen Ganzen“ sind. In unterschiedlichen Systemen. Stellt sich die Frage, was ist dieses „große Ganze“?

Auch der Garten ist Teil des „großen Ganzen“

Möglicherweise die Umwelt in der wir alle Leben, die einfach keine Grenzen hat. Zumindest keine, die wir Menschen uns vorstellen können. In den letzten hundert Jahren, war das auch für die wenigsten notwendig. Besonders im Bezug auf ein Unternehmen. Dort waren der Markt und die Mitbewerber von Relevanz, was sich in dramatischer Weise geändert hat. In einem Garten, dessen evolotionäres Gedächtnis weit über die letzten zwei Jahrtausend hinaus besteht, wird schon immer das „große Ganze“ berücksichtigt. Okay, auch hier ist in den letzten zweihundert Jahren mit Monokulturen, künstlichem Düngemittel und ähnlichem Quatsch einiges auf die schiefe Bahn geraten. Als ich meine Frau bei der Planung unseres eigenen Gartens unterstützen durfte, wurden mir die Parallelen zwischen Garten und Organisation immer bewusster. Inspiriert davon begab ich mich auf die Suche nach anderen Menschen, die sowas denken. Ein Artikel von Dr.in Monika Kerbl, die genau diese Beobachtung beschreibt. Sie wiederum verweist auf das Buch „In den Gärten des Managements“ von Matthias Noellke. Ich habe das Buch selbst nicht gelesen, halte ich mir jedoch gerne offen. Worauf ich eigentlich hinaus möchte, ist die Komplexität im Garten, die immer vergleichbarer mit der von Organisationen ist. Möglicherweise der „Garten des Managements“, bei mir eher ein „Garten der ganzheitlichen Führung“ oder so ähnlich. In jedem Fall spannend, wenn die Lenker der Organisationen sich diesbezüglich eher wie ein Gärtner verhalten.

Also, wonach suchen wir eigentlich?! Nach dem Akademiker, dem Gärtner oder dem Setzling?

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gesehen:“Van Bo: LERNEN DURCH DIE CROWD“

Was für ein großartiger Mensch und Denker. Wie anti-autoritär, ist womöglich der erste Gedanke, den viele haben wenn sie diesen Beitrag schauen. Der Professor muss die Studenten doch führen und im Griff haben?! Macht Van Bo doch auch. Er führt durch Vertrauen und schafft einen Raum für lernende. Er sieht sich selbst als Lernenden und dient zugleich den Studenten als Schutz. Schutz vor was?! Vor dem Wissen, dass sie anderenorts im Bildungssystem verfolgt. Teilweise so eingestaubt, dass es nicht mal dazu dient die Probleme von vor hundert Jahren zu lösen. Noch viel weniger, um die Probleme von Heute zu lösen, oder die Menschen darauf zu trainieren generell spontan Probleme lösen zu können. Van Bo ist einer dieser Menschen, die sich selbst darauf trainieren, nicht die Probleme von Morgen mit Lösungen von Gestern zu bekämpfen. Er tanzt sinnbildlichen mit den Problemen von Heute und lernt dabei die verrücktesten Ideen kennen.

Ich mag Van Bo sehr gerne. Nicht nur, weil ich ihn als Architekt sehr schätze. Er ist ein sehr feiner Mensch und auch für mich ein gutes Vorbild.

Zur Webseite von FuturZwei

www.hartzivmoebel.de

Im Dunkeln ist gut Munkeln! Spot on – Mut zum Fokus…

Seit 2016 laufe ich konsequent 2-3 mal in der Woche. Okey, es gibt auch zwei bis drei Wochen im Jahr, wo das nicht klappt. Was dazu jedoch notwendig ist, zur Winterzeit auch mal im Dunkeln die Schuhe schnüren. Die ersten Läufe im Dunkeln, waren eher komisch. Ich hatte mir eine Stirnlampe zugelegt, die sehr hell und breit in die Ferne schien. Ich dachte, je mehr ich sehe, je besser. Die Läufe waren immer mit einem mulmigen Gefühl verbunden, da ich hinter jedem Baum und an jeder Ecke etwas vermutete. Ich kam nicht, wie sonst, im sogenaten „Läufertunnel“ an. Das ist der Moment, wenn Du im Geiste völlig klar, nur noch läufst. Im Dunkeln, keine Chance! So dachte ich, bis die Lampe nicht mehr richtig funktioniert hat. Da habe ich mir kurz entschlossen eine preiswerte neue angeschafft. Die alte ließ sich leider nicht reparieren. Was in diesem Fall mein Glück war, denn diese Stirnlampe war anders. Das bemerkte ich auch erst als ich sie das erste Mal benutzte.

Ein kleiner ca. 1,20m großer Lichtpunkt direkt vor mir auf der Straße! Ich war geschockt. Wie sollte ich damit nur sicher Laufen? Mist, dann wäre ich fast umgekehrt. Nein, darauf habe ich mich den ganzen Tag gefreut! Nach unerwartet guten ca. 45 Minuten, war ich noch viel unerwarteter im Läufertunnel unterwegs! Wow, damit habe ich nicht gerechnet. Wie kam es dazu?! Im Läufertunnel ging mir ein Licht auf. Ich hatte mich durch den großen breiten Lichtkegel, bei der ersten Lampe, vollkommen ablenken lassen. Ich habe mich nur auf die Landschaft konzentriert, die im Dunkeln auch noch sehr angsteinflößend wirkt. Ich habe über Szenarien nachgedacht, die mich aus irgendwelchen Thrillern verfolgten. Kurz um, es ging nicht ums Laufen, sondern nur um Unsicherheit. Die neue Lampe gab nur den Teil der Straße frei, den ich sehen musste, damit ich nicht auf die Nase falle. Der Rest interessiert in dem Moment nicht.

Was habe ich daraus gelernt? Einfach das es manchmal wichtiger ist nur das zu sehen, was man gerade machen will. Auch im Job ist der Fokus oft sehr wichtig. Also versuche ich in solchen Situationen, alles andere auszublenden, damit ich der Aufgabe 100% Aufmerksamkeit zukommen lassen kann. In diesen Situationen gilt, wie auch beim Laufen im Dunkeln:

Weniger ist mehr…

#laufen #führung #fokus #stirnlampe #dunkel #aufmerksamkeit #angst

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