Schlagwort: David allen

gehoert: Wie Mel & Laura sich organisieren

Hier geht es zum Podcast.

Ich lese „Getting Things Done“ und das regelmäßig, da ich es als Arbeitsbuch verstehe. Täglich tüfteln meine Frau und ich an unserer Weise, den Familienalltag zu organisieren. Im Betrieb, habe ich den Spagat zwischen geplanter Arbeit im Team, wie auch der selbstorganisierten Arbeit im Rahmen der Stommel Haus Akademie zu meistern. Die Anforderungen sind so komplex, dass ich selbst seit Jahren, wie besessen an meiner Selbstorganisation arbeite. Das Ergebnis ist gut, jedoch erkenne ich die Fehlerquelle. Dinge zu kopieren ist am Anfang gut, jedoch bleibt wichtig zu verstehen, dass man das kopierte unbedingt an sich selbst anpassen kann. Davon hängt ab, ob es funktioniert, oder scheitert.

Ich habe so viele Dinge ausprobiert, dass jetzt garnichts mehr funktioniert.

Lange Zeit dachte ich, es sei wichtig, die Dinge so umzusetzen, wie sie andere tun. Was mir diese Annahme für Steine in den Lebensweg gelegt hat, dass möchte ich nicht wissen. Erst seit ein paar Jahren verstehe ich, dass es meine Version des Lebens ist, welche für mich funktioniert. Ich lese „Getting Things Done“ von David Allen so oft, da ich nicht sein System kopiere, sondern meines Verfeinern möchte. Mein Erlebtes mit seinem Erlebtem vergleiche und nachdenke, was ich vielleicht ausprobieren könnte. Das geht nicht von Heute auf Morgen, dazu braucht es Zeit. Im Jahr 2009 habe ich ca. 10 Bücher über Selbstorganisation gelesen und keines hat mich weitergebracht. Ich war verzweifelt und habe beschlossen, keines der Systeme zu nutzen. Dann habe ich intuitiv im Alltag die zuvor gelernten Dinge so angewendet, dass sie funktioniert haben. Ich habe sie angepasst und verfeinert. Als ich „Getting Things Done“ gelesen habe, War das die hochkonzentrierte Version eines Erfahrungsbericht von David Allen. Kein Allerheilmittel. Keine universale Lösung aller Probleme. Was David Allen auch nicht für sich beansprucht. Er versteht das ähnlich und rät daher die Vorschläge aus seinem Buch zu testen und selbst herauszufinden, was für einen selbst funktioniert. Daher auch ein Arbeitsbuch, ich schaue immer mal wieder, wie David es gemacht hat und manchmal passe ich meine Weise an.

Genau so, wie David Allen, sehen das scheinbar auch Melanie Raabe und Laura Kampf. Sie berichten in dieser Episode des Podcast „Raabe & Kampf„, über ihre Wege den Alltag zu organisieren. Sehr unterhaltsam und mit wirklich guten Empfehlungen, ist dieser Podcast eine tolle Ergänzung zu dem Inhalt von GTD.

Viel Spaß beim Hören und organisieren.

#gelesen: Wie man die Dinge geregelt bekommt (eng. Getting Things Done) von David Allen

Ich habe ja immer schon was für To-Do-Listen übrig gehabt, auch Kalendar und Zeitmanagement generell finde ich seit jeher gut. Ein großes Lob an dieser Stelle, gilt Cordula Nussbaum, deren Podcast ich jahrelang mit Begeisterung gehört habe. Was ich jedoch mit Getting Things Done oder kurz GTD bislang entdeckt habe, kommt für mich der Mondlandung gleich! Ich bewege mich in einer vollkommen neuen Welt. Nichts ist mehr wie vorher. Also gut, prinzipiell hat sich mein Umfeld nicht verändert, jedoch die Art wie ich mit meinem Umfeld umgehe.

Insgesamt 4 mal habe ich es bislang gehört, meistens während der Autofahrt.

David Allen beschreibt in diesem Buch, daß ich erst als Hörbuch verschlungen und dann als Taschenbuch studiert habe, praktische Wege um ein persönliches und individuelles System zu entwickeln. Mit diesem System kann man seine Dinge regeln, es funktioniert bei anderen nicht, wenn es nicht angepasst ist. David weißt immer wieder ausdrücklich darauf hin, dass man sich da rein arbeiten muss. Man muss ausprobieren, mit Rückschritten rechnen und wenn es klappt trainieren. Das hört sich sehr lästig und aufwendig an, genau. Es ist mit unter anstrengend sich selbst, den eigenen „Schweinehund“ und die Tricks der anderen zu „bekämpfen“. Der Lohn dafür ist die Klarheit, die ich mir persönlich schon seit zwanzig Jahren wünsche. Ich sitze manchmal wie ein Schulkind im Wohnzimmer an Tisch und mache meine „Hausaufgaben“ um wieder einen Schritt weiter zu kommen. Mein Taschenbuch, so meinte meine Tochter, sieht schlimmer aus als alle Ihre Schulbücher zusammen.

Es kommen täglich Notizen im Buch dazu. Manches funktioniert, manches erst, wenn ich es an meine Umstände angepasst habe. Oft ändern sich Umstände, dann muss auch mein System wieder angepasst werden.

Genau das ist „Wie ich die Dinge geregelt bekomme“, ein Schulbuch für Menschen, die etwas mehr Durchblick und Gelassenheit im Leben möchten. Es gibt sicher auch Menschen, die mit GTD nichts anfangen können. Ich persönlich werde nicht müde, davon zu berichten, wie es mein Leben positiv verändert hat. Eine ganz klare 100% Leseempfehlung! Am Anfang habe ich ständig nach guten Lösungen gesucht, die ich nachmachen konnte, ich habe irgendwann aufgehört. Man muss es einfach ausprobieren. Wie David Allen im Buch vorschlägt, erst Analog mit Notizbücher, Kalendar und Eingangskörben. Wenn das funktioniert, dann kann man seine Wege mit digitalen Helfern gehen. Ich habe aus dem Digitalen einen Schritt zurück gemacht, weil ich merke wie gut mir das händische Aufschreiben tut. Ich kann mir die Sachen einfach besser merken und es ist etwas anderes, sie dann aus den Eingängen in meine Digitalen Helfer zu übertragen. Gut, aber dazu später vielleicht mehr…

Viel Spaß und Erfolg mit „Wie ich die Dinge geregelt kriege“!

Tipp: Auch interessant in dem Zusammenhang ist „DeepWork“ von Cal Newport. Dazu schreibe ich auch noch eine Empfehlung

https://gettingthingsdone.com/

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