#AendereWasDichNervt

#AendereWasDichNervt

„Wir sind die, auf die wir gewartet haben.

Als im Dezember 2016 die Aufforderung kam, sich mit dem Thema „Lean Production“ auseinandersetzen, hatte ich eine KVP Bruchlandung und 3 Jahre Handwerk hinter mir. Für mich war eines klar: Wenn ich mich nochmal in dieses Thema stürze, dann muss der Ansatz zu mir passen.

Ich suchte nach Begriffen wie „Lean+Holzbau“ oder „Lean+Handwerk“ und so kam ich zu Paul Akers und einem Satz, der mein Leben so nachhaltig verändert hat, obwohl er so naheliegend ist wie nichts zuvor: „Fix what bugs you“ oder zu Deutsch „Ändere was dich nervt“. Wie einfach und wie anstrengend zugleich!

Mit diesem Satz, der schnell zu meinem Mantra wurde, startete ich in das Abenteuer „2 Second Lean“ und „Stommel Haus Akademie“. Ich lernte so die „LeanBase“ kennen und mit ihr noch mehr dieser netten Menschen. Auf der ganzen Welt verteilt, sind meine Lean-Freunde und alle haben ein gemeinsamen Ansatz:

#AendereWasDichNervt!

Zulang habe ich vieles einfach immer und immer wieder falsch gemacht. „Die Macht der Gewohnheit“, dass war nicht selten meine Ausrede mir selbst gegenüber. Ich habe mich oft daüber geärgert, dass ich die Dinge aus der Hand gegeben habe, die ich sehr wohl selbst hätte regeln und entscheiden müssen. „Fix what bugs me!“ ist eine Übung. Mit dieser Übung lernt man langsam und kontinuierlich wieder Verantwortung zu übernehmen. Es sind die kleinen Verbesserungen im Alltag, im Beruf und im Leben allgemein, mit denen man sein Selbstvertrauen stärken kann. Jedes gescheiterte „Mini“-Projekt ist eine Erfahrung an der ich wachsen kann. Ich lerne meine Fähigkeiten und meine Schwächen kennen. Ich lerne mich selbst kennen.

Braucht es dafür ein Mantra? Ein schon religiös anmassendes Ritual? Ja. Was spricht dagegen. Wir Menschen brauchen erwiesenermaßen Wiederholung und Regelmäßigkeit, um uns zu formen. Wie Charles Pépin in seinem Buch „Sich selbst vertrauen“ beschreibt, braucht es einen Rahmen, eine Art Trainingsplan, um sich selbst kontinuierlich zu verbessern. Um zu lernen und sich selbst mit jeder gelungenen Verbesserung, im Leben ein Stück mehr zu vertrauen. Jedoch reicht es nicht dieses Vertrauen auf Vorrat zu halten, denn wie auch wir selbst, entwickelt sich die Welt um uns herum stetig weiter. Das bedeutet, auch wir selbst müssen uns und unser Vertrauen in uns selbst und andere, stetig weiterentwickeln. Die gute Nachricht dabei ist, dass jeder Mensch sein Vertrauen trainieren kann und auch jeder Mensch kann ändern, was ihn nervt.

Also kann ich abschließend sagen, dass sicher, zu diesem Thema, noch nicht alles gesagt ist. Statt ein Neujahresvorsatz, habe ich zwei feste Vorsätze für jeden Tag:

Aendere was dich nervt und verlasse einen Ort immer besser, als du ihn vorgefunden hast.